Innovation, Irritation, Iteration - Medienarchive im Produktionsprozess - - 28.04.2014 - 30.04.2014 (WDR-Funkhaus Köln) -

Trimediale Archivierung bei der Deutschen Welle

Trimedial geplante, produzierte und distribuierte Inhalte spielen im Programmangebot der Deutschen Welle eine immer wichtigere Rolle. Das Spektrum reicht von medienübergreifend angelegten Produktionen, deren Fernseh-/Video-, Audio- und Online-Komponenten sich lediglich inhaltlich aufeinander beziehen, über Webartikel, die audiovisuelle Inhalte in technisch standardisierter Form um einen Text gruppieren, bis hin zu originär multimedialen, individuell und für das Web entwickelten Specials. 
Die Systemlandschaften der Produktions- und Distributionsbereiche tragen dieser Entwicklung durch die "Multimedialisierung" zentraler Anwendungen und durch eine immer engermaschige Vernetzung Rechnung. Demgegenüber stehen leistungsfähige und technisch moderne Archivsysteme, die jedoch weitgehend monomedial ausgerichtet sind. Die Entwicklung einer multimedialen Archivanwendung ähnlicher Leistungsfähigkeit, die die bestehenden Lösungen ergänzen oder ersetzen könnte, ist aus finanziellen und technischen, aber auch aus konzeptuellen Gründen schwer vorstellbar. Andererseits droht das Archiv seinen Aufträgen der Produktionsunterstützung und der Programmdokumentation immer weniger gerecht zu werden. Der Beitrag stellt ein Projekt vor, das versucht, durch Ergänzung weniger, möglichst schlanker Zusatzkomponenten die Vorteile mono- und multimedialer Archivierungsansätze miteinander zu verbinden.