Medien, Mining, Metadaten - Visionen für die Mediendokumentation - 08.04.2029 - 10.04.2019 () -

Metadaten im Zeitalter von Mining und Automatisierung – Herausforderung Urheberauskunft

Metadaten im Zeitalter von Mining und Automatisierung – Herausforderung Urheberauskunft

Metadaten im Zeitalter von Mining und Automatisierung – Herausforderung Urheberauskunft
Anna Pfitzenmaier (DRA, Potsdam-Babelsberg)
Seit dem 1. März 2017 besteht die Auskunftspflicht gemäß Urheberrechtsgesetz. Bewahrheiten sich die aktuellen Richtlinien-Verhandlungen auf EU-Ebene, ist sogar mit einem proaktiven Reporting zu rechnen. Dies stellt Sendeanstalten vor größte Herausforderungen. Was aus politischer Sicht obligatorisch erscheint, ist in der Realität der aktuellen Medienproduktion kaum zu leisten: Relevante Metadaten werden nur teilweise erfasst, sind nicht digital verfügbar, nicht austauschbar oder nicht kompatibel. Dabei ist die Urheberauskunft nur ein Szenario von mehreren, die nach umfassenden Metadaten verlangen. Um der Auskunftspflicht zu begegnen, beschreitet die ARD neue Wege: Sie soll zentral und im Rahmen des ARD-Strukturprojekts medas erfolgen. Metadaten werden system- und prozessübergreifend aggregiert und recherchiert. Welche Metadaten aber sollen aggregiert werden? Und wie können sie verknüpft werden, um zu einer validen Auskunft zu gelangen? In Kooperation mit weiteren Disziplinen leistet die Metadatenkompetenz von REM (Regelwerk Metadaten) einen zentralen Beitrag zum Projekt. Das dokumentarische Knowhow rückt auch hier weiter in die Produktionskette und enger zusammen mit neuen Technologien. Denn über Metadaten zu verfügen ist ein Teil der Wegstrecke. Sie zu bewerten und konsistent zu organisieren ist eine Zukunftsaufgabe – gerade in Zeiten von Mining und Automatisierung.