Inter Faces – Schnittstellen und Change Management in der Medieninformation - - 25.04.2016 - 27.04.2016 (Saarbrücker Schloss) -

Wie hat sich Journalismus in den letzten Jahren verändert?

Früher existierten TV, Radio und Print getrennt – heute fließen die Inhalte online zusammen. Das ändert die Anforderungen an Journalistinnen und Journalisten. Beispiel Metadaten: Hochwertige Schlagwörter sind unverzichtbar für die Präsentation des Beitrags auf Webseiten, auf Drittplattformen, in Social-Media-Kanälen, für die Suchmaschinenoptimierung und für die Personalisierung. Der personalisierte Zugang zu Inhalten wird immer mehr zum Standard: Der Nutzer entscheidet, was ihm angeboten wird. Dafür müssen Redakteure lernen, das Interesse des Nutzers zu berücksichtigen und mit Hilfe von unterstützenden Algorithmen zu arbeiten. Viele Journalisten werden zwar trimedial ausgebildet, aber ohne Grundkenntnisse in Social-Media-Kommunikation, Programmieren, Webdesign und Datenjournalismus kann ein Redakteur die Möglichkeiten, seinen Content zu präsentieren, nicht ausschöpfen. Der Journalist muss sich der Herausforderung stellen, dass der Nutzer Inhalte mittlerweile in seiner Social Media Timeline auf dem Smartphone entdeckt und konsumiert. Was bedeutet das für die Konzeption, für die Länge, für die mediale Präsentation des journalistischen Inhalts? Diese und viele andere Fragen müssen Journalisten heute und in Zukunft beantworten.