Das crossmedial vernetzte Medienarchiv– Project: ObjectDB

W. Wiedermann (APA, Wien)
Das crossmedial vernetzte Medienarchiv– Project: ObjectDB
Herausforderung: Crossmediales Storytelling
Artikel und Beiträge aus klassischen, linearen Medien diffundieren nicht nur auf Webseiten, sondern auch in die Kanäle der Sozialen Medien (Facebook, Twitter, Whatsapp, Pinterest, …), und wirken diese Soziale Medien auf die klassischen, linearen Medien zurück. Die Herausforderung besteht heute darin, diese Erscheinungsformen eines Medium in den unterschiedlichen Kanälen und Plattformen im Archiv logisch so abzulegen, dass die crossmediale Darstellung sowohl in der retrospektiven Recherche als auch im laufenden Monitoring (für Redaktionen, Pressestellen, etc.) bestmöglich gewährleistet ist. Für den Rezipienten sollen die crossmedialen Erzählstränge (Print, Radio, TV, Online, Soziale Medien) gemeinsam, geschlossen und einheitlich darstellbar werden.
Projekt ObjectDB (Durchführungszeitraum 2015-2016)
Sämtliche verfügbaren Metadaten aus allen erreichbaren Kanälen (Auflage, Reichweite, Leser, Zielgruppen, Regionen, Follower, Abonnenten, Likes, Shares,…) werden zukünftig zentral in der ObjectDB abgelegt. Alle Daten, die derzeit in externen Systemen (SQL, Oracle) liegen, werden schrittweise in die zentrale ObjectDB überführt.
- Für jede Plattform, Quelle, Autor, Region etc. werden eigene Einträge in der ObjectDB angelegt und logisch über Referenzen miteinander verknüpft (Quellen mit Quellen mit Autoren mit Autoren mit Quellen, etc.).
- Jeder Eintrag in der ObjectDB referenziert auf einen oder mehrere Artikel/Beiträge sowie einen oder mehrere Einträge in der ObjectDB.
- Jeder Artikel/Beitrag referenziert auf einen oder mehrere Einträge in der Object DB.
- Diese logische Verknüpfung ermöglicht eine nahtlose Zuordnung z.B. eines Tweets zu einem Autor einer Printzeitung.
- „Dynamische“ Metadaten des Social Web (Follower, Likes, Retweets, Shares, Views,…) werden in der ObjectDB laufend, automatisch aktualisiert, um die Bedeutungsänderung eines Artikels/Beitrages erfassen und abbilden zu können.
→ Jede Quelle und jeder Artikel in der Datenbank soll über sich selbst Bescheid wissen!
Eine Schnittstelle
Die ObjectDB wird innerhalb derselben Datenbanklogik wie die Volltexte (Artikel, Beiträge) verfügbar gemacht. Sämtliche darin verfügbaren Inhalte (redaktionelle Inhalte und Metadaten) sind über eine einzige, einheitliche Standardschnittstelle abruf- und verwertbar.
Im Zusammenspiel mit bereits vorhandenen und eingespielten semantischen Technologien können ganz neue Möglichkeiten des crosmedialen Storytelling geschaffen werden.
ObjectDB als Recherchequelle
Durch die Bereitstellung der ObjectDB innerhalb derselben Datenbanklogik wie die „klassischen“ Volltexte werden die Inhalte der ObjectDB zu ganz „normalen“, über die vorhandenen Standardschnittstellen zugänglichen, Rechercheobjekten. Das eröffnet in der Folge Möglichkeiten für neue Rechercheansätze und Big Data Anwendungen.




