Natürlich künstlich - Intelligenz im Informationsworkflow - 09.04.2018 - 11.04.2018 () -

Das Tagungs A-Z 2018

A „Alle-mal-malen-Mann“ | B Bönnsch | C Cassius und Florentinus | D Düne Tannenbusch | E Eugen, Langer | F Frauenmuseum | G Goldbären | H Haus der Geschichte | I Immis | J Japanische Kirschblüte | K Keimzelle des Frauenfußballs | L Literatur im Schrank | M Moby Dick | N Neandertaler | O Orgelbau Klais | P Pantheon | Q Quatsch keine Oper! | R Rheinaue | S Spendenparlament | T Tatortstadt | U UN-Campus | V wie Ludwig van | W Wäscherprinzessin und Weiberfastnacht | X XXL | Y Y 751 957 | Z Zoll, Alter

A „Alle-mal-malen-Mann“

Ein stadtbekannter Künstler. Jeder kannte ihn, jeder liebte ihn. Es gibt wohl wenige Bonner, die nicht von ihm porträtiert wurden. Man nannte ihn schlicht den “Alle-mal-malen-Mann”. Ein freundlicher, älterer Herr, der allabendlich durch die Bonner Kneipen tingelte, bewaffnet mit Papier und Bleistift, sich unaufdringlich bei heiteren Runden dazu gesellte und stets die eine Frage stellt, die sein Mar­kenzeichen ausmachte: “Alle mal malen hier?”. Viele stolze Besitzer eines solchen Porträts luden seine Kunstobjekte auf eine Fanseite im Netz hoch: https://www.alle-mal-malen.de.

Am 12. März berichtete der General-Anzeiger Bonn vom Tode Jan Lohs nach einem schweren Sturz, am 08. März, im Alter von 86 Jahren.

Wir vermissen ihn schmerzlich und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

B Bönnsch

Dat ess die Sprooch, die rond öm Bonn jesproche wierd. Et ess eng mem Kölsch verwandt, ävve net jlich. Die Bönnsche spreche mieh su ene Singsang un jebruche jet andere Wördt als die Kölsche. Bönnsch ess ene Dialek vom Ripuarisch, dat zo dä meddelfränkische Sproche jehürt. Et wierd de Rhing erop onjefähr bis Linz am Rhing jesproche.

http://www.boennsch.de/

C Cassius und Florentinus
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Skulpturen, Cassius und Florentius Münsterplatz © Nicolas Ottersbach

Betritt man über den Martinsplatz die Bonner Innenstadt, so springen einem unweigerlich die beiden übergroßen Granitköpfe ins Auge, die vor der Ostapsis des Bonner Münsters liegen. Es handelt sich dabei jedoch nicht etwa um herabgefallenen Skulpturenschmuck der katholischen Bonner Hauptkirche, sondern vielmehr um Bildhauerarbeiten des türkischen Künstlers İskender Yediler aus dem Jahre 2002.

Die Köpfe stellen die beiden Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentinus dar, die der Legende nach der Thebäischen Legion angehörten, einer in der christlichen Überlieferung erwähnten römischen Legion, deren Soldaten aufgrund ihres christlichen Glaubens den Märtyrertod fanden, als sie sich weigerten, den alten römischen Göttern zu opfern und an der Christenverfolgung teilzunehmen.

Ein Teil der Legionäre war zur Niederschlagung eines Aufstandes in das Rheinland gesandt worden. Unter ihnen befanden sich auch die Soldaten Cassius und Florentinus, die in Bonn hingerichtet worden und in einer Krypta unter dem heutigen Bonner Münster begraben sein sollen.

D Düne Tannenbusch

Die Düne Tannenbusch im gleichnamigen Bonner Stadtteil ist etwas ziemlich Einmaliges. Sie gehört zu den wenigen Binnendünen, die es in Deutschland und Europa überhaupt noch gibt. Sie entstand vor rund 11.000 bis 10.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, als heftige Winde den Rheinsand hierher trieben, und sich eine mächtige Dünenkette aufbaute. Solche Dünen waren damals im Rheinland gar nicht so selten. Ursprünglich war sie acht Kilometer lang und 600 Meter breit. Das heute nur noch knapp sieben Hektar große Naturschutzgebiet „Düne Tannenbusch“ steht erst seit 1989 unter Schutz und stellt auch für die Forschung ein hochinteressantes Biotop dar.

Auf der Düne wächst Sandtrockenrasen mit den dafür typischen Pflanzen. Bemerkenswert sind Vorkommen der violettblühenden Sandwicke und des Silbergrases, die beide unter Naturschutz stehen. Offene Sandflächen ermöglichen heute den Fortbestand der dünentypischen Vegetation.

Doch die Düne hat auch historisch eine bewegte Vergangenheit. Die erste Siedlung ist 800 bis 600 vor unserer Zeitrechnung nachgewiesen. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Düne von den Kölner Kurfürsten als Jagdrevier benutzt. Unter französischer Besatzung wurden ab 1794 Gräber für französische Soldaten im Bereich der Düne angelegt; später wurde der Bereich auch für militärische Übungen genutzt.

Die Gegend wurde im 17. Jahrhundert “Dannenbusch” (Dünenbusch) genannt – daraus wurde dann später der Ortsteil Tannenbusch.

E Eugen, Langer

Das “kleinere” Hochhaus neben dem Bonner Posttower ist der Lange Eugen, benannt nach dem ehemaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gersten­maier (CDU). Die Benennung des Gebäudes gilt als ironischaugenzwinkernde Anspielung auf die geringe Körpergröße Gerstenmaiers, aufgrund dessen persönlicher Initiative es während seiner Amtszeit Ende der 1960er Jahre entstand. Bis zum Umzug des Deutschen Bundestages nach Berlin war der Lange Eugen das Hauptbürogebäude für die MdBs.

Seit 2006 beherbergt es mehrere Organisationen der Vereinten Nationen und ist Teil des Bonner UN-Campus‘, auf dem im vergangenen November die UN-Klimakonferenz “COP 23” stattfand. Vielleicht nutzen Sie die Möglichkeit, ihn als Station des Geschichtsrundweges “Weg der Demokratie” zu besuchen.

F Frauenmuseum
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Ikonen der Nachhaltigkeit" im Frauenmuseum © Benjamin Westhoff

Das Frauenmuseum Bonn wurde am 2. Mai 1981 von der heutigen Direktorin Marianne Pitzen und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen in der Nordstadt gegründet und war seinerzeit das weltweit erste Frauenmuseum. Heute ist das Frauenmuseum Bonn Sitz des 2012 gegründeten Verbandes International Association of Women‘s Museums.

In Wechselausstellungen werden Arbeiten sowohl bekannter als auch junger Künstlerinnen der deutschen und internationalen Kunstszene gezeigt.

Frauenmuseum Bonn
Im Krausfeld 10,
53111 Bonn
Öffnungszeiten: Di – Sa 14 bis 18 Uhr, So 11 bis 18 Uhr

G Goldbären
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Goldbär

1922 kreiert Hans Riegel den ersten Tanzbären – eine Bärenfigur aus Fruchtgummi, die später als der HARIBO (Hans Riegel Bonn) Goldbär weltberühmt wird. Inspiration fand diese Form von den noch bis ins 19. Jahrhundert auf Jahrmärkten, Kirchweihfesten und anderen Feierlichkeiten als fester Bestandteil des Unterhaltungsprogramms auftretenden dressierten Bären.

Die Tanzbären aus Fruchtgummi waren größer und schlanker als die heutigen Goldbären. Schnell werden die Tanzbären neben den Süßen Teufeln zu einem Klassiker des HARIBO-Sortiments. 1960 werden die Tanzbären in Goldbären umbenannt. Aufgrund ihres Erfolgs werden die Goldbären 1967 als Warenzeichen eingetragen.

Täglich werden 100 Millionen Goldbären weltweit produziert. HARIBO ist Weltmarktführer im Fruchtgummi und Lakritz-Segment und produziert an 16 Standorten in zehn Ländern.

H Haus der Geschichte

Warum entstehen zwei deutsche Staaten, was passiert bis zur Wiedervereinigung, und wie entwickelt sich Deutschland seitdem? Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt die Geschichte beider deutschen Teilstaaten nach 1945 bis in die Gegenwart. Es gehört zu den beliebtesten und meistbesuchten Museen in Deutschland - jährlich strömen rund 700.000 Besucher nach Bonn.

Rund 7.000 Exponate – vom Adenauer-Mercedes über das Bundestagsgestühl des ersten Deutschen Bundestags bis zu Teilen der Berliner Mauer − sind in Szene gesetzt. Etwa 25 Stunden originale Film und Tonaufnahmen lassen Geschichte zum Erlebnis werden. Die Ausstellung beginnt mit den Nachkriegsjahren, Neuanfängen und der Teilung Deutschlands. Warum entsteht der Kalte Krieg? Wie entwickeln sich die beiden deutschen Staaten, und welche Verbindungen gibt es zwischen Bundesrepublik und DDR? Was führt zur Wiedervereinigung, und welchen Herausforderungen steht Deutschland seitdem gegenüber? Politische Ereignisse und Entwicklungen bilden den Leitfaden der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“. Die aktualisierte Ausstellung wurde im Dezember letzten Jahres wiedereröffnet. Der digitale Wandel, die Globalisierung und ihre Einflüsse auf die Menschen sowie die Migration setzen neue Akzente. Man kann nun unter anderem ein Flüchtlingsboot aus dem Mittelmeer und einen Stahlträger aus den Ruinen des 2001 zerstörten World Trade Centers sehen. Neben der Dauerausstellung bietet das Haus der Geschichte zahlreiche Wechsel- und Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen wie ab dem 16.3. „Deutsche Mythen nach 1945“.

Haus der Geschichte
Museumsmeile, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Öffnungszeiten: Di.–Fr.09.00–19.00 Uhr;
Samstag, So. und Fr. 10.00–18.00 Uhr

https://www.hdg.de

I Immis

So werden die Zugezogenen, die Rheinland-Ein­wanderer, genannt. Für sie gibt es beim „Immi Treff“ eine Einführung in Theorie und Praxis des Bonner Karnevals.

J Japanische Kirschblüte

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Kirschblüte. Foto: Benjamin Westhoff

Jedes Jahr im April gibt es in der Bonner Altstadt ein besonderes Naturereignis zu bewundern. Unzählige japanische Kirschbäume verwandeln mit ihrer vollen Blütenpracht die Straßen in ein rosa Blütenmeer. Die Superblüte ist vor allem seit 2012 ein touristischer Publikumsmagnet, seit nämlich die Heerstraße in die Facebookliste „Places to see before you die“ aufgenommen wurde. Auch Tausende Japanerinnen und Japaner, die zuhause das berühmte Kirschblütenfest Hanami feiern, kommen jedes Jahr nach Bonn und schwärmen für die rosa Wolken.

Vor allem die Sorte Prunus serrulata beschert die wundervolle Pracht, zu der jedes Jahr Zehntausende pilgern. Die unterschiedlichen Sorten dieser Zierkirsche, deren Blütezeiten ab Ende März bis ungefähr Mitte April nach und nach beginnen und sich gegenseitig überschneiden, sind die Grundlage für die farbige Pracht.

Das große Kirschblütenfinale steigt ungefähr Mitte April in der Heerstraße und Breite Straße. Dort stehen jeweils 60 japanische Nelkenkirschen, die für ihre besonders üppigen, in kräftigem Rosa leuchtenden Blüten berühmt sind. Dank ihrer trichterförmigen Kronen schließen sich die Zweige über der Straße zu einem mehrere hundert Meter langen rosa Baldachin. Jeweils zum Abschluss der Kirschblüte organisieren die Altstadtbewohner in allen Straßen des Stadtteils das Kirschblütenfest mit einem Garagenflohmarkt, mit Essen und Musik und mit einem Fotowettbewerb.

Die rund 300 Zierkirschen wurden 1984 im Zuge einer umfassenden Stadtteilsanierung gepflanzt. Vorher war die Altstadt ein in die Jahre gekommenes Handwerkerviertel mit starkem Durchgangsverkehr und eher grauen Fassaden. Die Sanierung sollte die Umwelt und die Wohnqualität im Viertel verbessern. Der Verkehr wurde beruhigt, Straßen und Hinterhöfe begrünt. Die japanischen Blütenkirschen als Straßenbäume sollten einen besonderen Farbakzent setzen. Dass dieses Vorhaben der Stadtteilsanierer gelungen ist, wird jedes Jahr von neuem im April bewiesen.

K Keimzelle des Frauenfußballs

Am 15. Juni 1975 standen 2.500 Zuschauer im Bad Godesberger Pennenfeldstadion Kopf. Die Bonner Frauenfußballmannschaft gewinnt im Finale gegen den FC Bayern mit 4:2 die Deutsche Meisterschaft. Endlich war die Bundeshauptstadt auch im Fußball national präsent.

Erst vier Jahre zuvor wurde die Frauenabteilung im Bonner SC gegründet, nachdem der DFB 1971 überraschend den Spielbetrieb für den Frauenfußball auf Landesverbandsebene offiziell einführte.

Der umtriebige ehemalige Bonner Spieler Willi Krahe akquirierte - wo immer er konnte - die besten Fußballerinnen der Nation für den Aufbau eines konkurrenzfähigen Frauenteams. Die neue Mannschaft spielte sehr erfolgreich, und bereits 1974 spielten die Frauen bei der ersten Deutschen Meisterschaft der Damen mit. Der rasante Aufstieg gipfelte nur ein Jahr später im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1975 in Bad Godesberg. „Staunen, Tränen, Jubeltrauben“, titelte der Bonner General-Anzeiger. Und sage und schreibe 100 D-Mark zahlte der DFB damals an jede Spielerin für den Titelgewinn. Das hinderte eine Zeitung nicht daran, über die erfolgreiche Kickerin Monika Larmann zu titeln: „Die teuersten Beine nach Marlene Dietrich“.

Leider ging es mit dem Frauenfußball in Bonn schnell bergab. Die besten Spielerinnen waren zu finanzstärkeren Clubs gewechselt, und nach dem Viertel-Final-Aus im Jahr 1976 und weiteren Abstiegen wurde die Abteilung Frauenfußball beim BSC in den Achtzigerjahren schließlich aufgelöst. Und das Meisterarmband des DFB mit der Gravur „Deutscher Meister 1975“ wurde aus einer Vitrine im Kreishaus Euskirchen bei Bonn geklaut und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. „Wat fot es, es fot“ würde man in Köln sagen.

L Literatur im Schrank

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Ein Schrank für ausgesetzte Bücher an der Poppelsdorfer Allee

Ein öffentlicher Bücherschrank ist ein Schrank mit Büchern, der dazu dient, Bücher kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten zum Tausch oder zur Mitnahme anzubieten. Richtig in Fahrt gekommen ist in Deutschland das Konzept seit 2002. Im Rahmen eines Wettbewerbs der Bürgerstiftung Bonn wurde der Entwurf der Designerin und Bühnenbildnerin Trixy Royeck, damals Innenarchitekturstudentin in Mainz, prämiert und umgesetzt.

Seitdem findet das Konzept zahlreiche Nachahmer in ganz Europa. Die Bonner Bücherregale sind aus strapazierfähigem rostigem Eisen gebaut und haben transparente Schranktüren. Entwickelt wurden sie von Hans-Jürgen Greve, Möbelbauer, Architekt und Designer aus Düsseldorf.

Der erste Bonner Bücherschrank wurde 2003 auf der Poppelsdorfer Allee installiert. Nachdem es in der Startphase hin und wieder zu Vandalismus kam, und die Schränke für teures Geld repariert werden mussten, ist der öffentliche Bücherschrank in Bonn mittlerweile eine anerkannte und stark frequentierte Institution. Ob Pippi Langstrumpf, ein veganes Kochbuch, ein Krimi aus Island oder ein Spiegel-Exemplar von 1990, alles findet in den öffentlichen Schränken Platz und AbnehmerInnen.

Zur Feier des zehnjährigen Jubiläums der Bürgerstiftung Bonn im Jahr 2012 forderte diese die NutzerInnen der öffentlichen Bücherschränke auf, ihre persönlichen Geschichten für und über den Bücherschrank an verschiedenen Bonner Standorten zu erzählen. Herausgekommen ist eine spannende und amüsante Sammlung an Kurzgeschichten: http://epflicht.ulb.uni-bonn.de/download/pdf/136730

M Moby Dick

Am 18. Mai 1966 meldeten in Duisburg zwei Binnenfischer der Wasserschutzpolizei einen weissen Wal im Rhein. Die Beamten machten bei den Schiffern einen Alkoholtest, der negativ verlief. In der Regel halten sich Belugawale in den arktischen Gewässern von Alaska, Kanada, Russland und Norwegen auf. Was für eine Sensation auch für Bonn, als das vier Meter lange Tier, das zuerst in Duisburg gesichtet wurde, auch an der Bundeshauptstadt vorbei schwamm. Und man bedenke, der Rhein war in den 60iger Jahren eine warme, chemieverseuchte, stinkende Brühe. Den weißen Wal schien das nicht sonderlich zu irritieren.

Am 13. Juni sprengte die zoologische Sensation sogar eine internationale Pressekonferenz zum Thema NATO und EWG. Als das Tier das Bundeshaus passierte, hielt die Weltpolitik kurz inne, und alle Teilnehmer eilten an den Rhein, um Moby Dick – wie der Wal im Rheinland schnell getauft wurde – zu bewundern. Der General-Anzeiger schrieb in seiner Berichterstattung am 14. Juni 1966: „Die Journalisten ließen NATO NATO und EWG EWG sein und stürmten ans Rheinufer, um Moby Dick zu sehen. Einige Sekretärinnen warfen aus Mitleid mit Moby ihre Butterbrote in den Rhein“. Auch die streng geschützte Bannmeile wurde kurz durchbrochen, weil auch die Ordnungshüter den Wal bestaunen wollten.

Auch einer Treibjagd mit Netzen und Betäubungspfeilen entwischte er immer wieder erfolgreich. Aktivisten versuchten, die Jagd zu stören, und Proteste der Bevölkerung und offizielle Proteste aus den Niederlanden führten dazu, dass die deutschen Einfangversuche eingestellt wurden und Moby Dick nach einer fast 1.000 Kilometer langen Odyssee im Rhein das offene Meer bei Hoek van Holland erreichen konnte. Dort wurde er am 16. Juni zum letzten Mal gesichtet.

Das Rätsel des ungewöhnlichen Rheinschwimmers konnte erst im Nachhinein aufgeklärt werden:
Ursprünglich sollte der Wal per Schiffstransport in einen englischen Zoo gebracht werden. Das Schiff kenterte beinahe bei einem Orkan und der Wal wurde in die Nordsee gespült.

Der weiße Wal im Rhein gilt als ein Beginn der Tierschutz- und Umweltbewegung in Deutschland.

N Neandertaler

Im August 1856 entdeckten zwei italienische Steinbrucharbeiter im Neandertal, einem Talabschnitt der Düssel, eines der berühmtesten Fossile der Menschheitsgeschichte. Das etwa 42.000 Jahre alte, heute als Neandertal 1 bekannte Schädelfragment konnte einer bis dahin unbekannten menschlichen Spezies zugewiesen werden, die nach dem Fundort als Homo neanderthalensis benannt wurde. Bereits im Winter 1856/57 stattete der Neandertaler in Begleitung des Elberfelder Naturforschers Johann Carl Fuhlrott der Stadt Bonn einen ersten Besuch ab, wo er durch die beiden Bonner Professoren für Anthropologie und Anatomie Hermann Schaaffhausen und August Franz Josef Karl Mayer eingehend untersucht wurde. Im Jahre 1877 wurde das Fossil dauerhaft dem Rheinischen Landesmuseum Bonn zur Aufbewahrung übergeben, wo es bis heute einen festen Platz in der Dauerausstellung des Museums innehat.

O Orgelbau Klais

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Klais-Orgelbau in der Kölnstraße

Auf der ganzen Welt klingeln mittlerweile Klais-Orgeln. In Kirchen, Kathedralen und Konzertsälen. In größeren Städten genauso wie in kleinen Dörfern. Ob im Hamburger Michel, im Frankfurter Dom, in Breslau, Peking oder Caracas, ob in Buenos Aires oder in der neuen Elbphilharmonie. Nur in Grönland und in der Antarktis sind (noch) keine Orgelklänge von Klais zu hören.

Im Jahr 1882 gründete Johannes Klais sen. seine Orgelbauwerkstatt in Bonn an der Kölnstraße. Sein Handwerk hatte er im Elsass, der Schweiz und in Süddeutschland gelernt. In allen folgenden Generationen der Klais-Orgelbauer spielten neue Entwicklungen und musikalische Innovationen eine große Rolle für den Orgelbau. Der aktuelle Firmenleiter Philipp Klais, der Urenkel des Gründers, leitet seit 1995 in vierter Generation als Geschäftsführer das prosperierende Familienunternehmen mit ca. 65 MitarbeiterInnen.

Das Unternehmen beweist auch eine ausgeprägte Affinität zu Archivierungsfragen. Jedes gebaute Werkstück wird sorgfältigst verzeichnet. Auf einer Weltkarte (www.orgelbau-klais.com) sind alle Klais-Orgeln mit Baujahr, Standort, Foto und Opusnummer vermerkt. Lücken in der Opusliste sind auf die Zerstörung eines Teils der Firmengebäude in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges zurückzuführen. Durch eine Brandbombe gingen große Teile des Firmenarchivs leider verloren.

Das Familienunternehmen ist heute ohne jeden Zweifel ein sogenannter Hidden Champion . Das sind kleine und mittelständische Unternehmen, die in ihrer Branche weltweit Marktführer, in der Öffentlichkeit aber kaum bekannt sind.

Orgelbau ist eine hochkomplizierte musikalisch-handwerkliche Arbeit. Erst wird die Gesamtkonzeption des Instrumentes skizziert, dann werden Detailpläne in enger Abstimmung mit der Werkstatt entwickelt. Das Musikalisch-Handwerkliche kann beginnen: In der Gießerei werden Zinnplatten gegossen und anschließend von Hand auf die gewünschte Materialstärke abgezogen, am Kern stärker als am Körperende, auf den Zehntelmillimeter genau. Die fertigen Platten werden zu Pfeifenkörpern rundiert und gelötet - manchmal auch gehämmert, wenn es das Klangbild erfordert.

In der Werkstatt auf der Kölnstraße werden die Teile der Instrumente selbst gefertigt: Gehäuse, Spieltische, Windladen, Pfeifen, vom festen Gurtrahmen bis hin zur filigranen Holzmechanik.Orgelbau ist ganzheitliches Tun.

P Pantheon

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Umbenennung der Bus-Haltestelle "Schauspielhalle Beuel"
in "Pantheon" Foto: Benjamin Westhoff

Das Pantheon Theater wurde im Oktober 1987 von den Kabarettisten Rainer Pause und Heinrich Pachl, dem Musiker Richard Herten und dem Gastronom Richard Nilges im Kellergeschoss des Bonn Centers am Bundeskanzlerplatz eröffnet. Es ist eine der renommiertesten Kleinkunstbühnen im deutschsprachigen Raum. Hanns Dieter Hüsch, Matthias Beltz, Dieter Hildebrandt und auch Georg Kreisler sind im Pantheon aufgetreten.

Nach dem Verkauf des Bonn Centers wurde dem Pan­theon der Mietvertrag 2016 gekündigt. Seit Oktober 2016 ist das Theater auf der anderen Rheinseite, der „Schäl Sick“ ansässig, in der Halle Beuel, der ehemaligen Spielstätte des Theaters Bonn.

Q Quatsch keine Oper!

Gut, dann also kurz und knapp: Eine Veran­staltungsreihe vom Theater Bonn in der Oper mit Comedy, Kabarett, Musiktheater und Kleinkunst.

R Rheinaue

Wo bis ins 19. Jahrhundert noch ein vom Rheinwasser genährter Auwald das Landschaftsbild prägte, blicken die Bonnerinnen und Bonner heute auf eine 160 ha große Parkanlage, die ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Naherholung bietet. Ob Tretbootfahren auf dem Auensee, Besuche im Blinden-, Rosen- oder Japanischen Garten oder Geschichtslehrstunde auf der Römischen Straße – Langeweile kommt im Park nur selten auf.

Im Baseballstadion Rheinaue kann man an den Wochenenden Bonns erster Baseballmannschaft zujubeln, auf dem ‚Kunst!­Rasen‘ finden im Sommer Konzerte namhafter internationaler Künstlerinnen und Künstler statt und der monatliche Rheinauen-Flohmarkt ist fester Anlaufpunkt nicht nur für ausgemachte Trödlerinnen und Trödler der Region. Wem das nicht reicht, der lässt sich einfach zum Verweilen und Picknicken auf einer der zahlreichen Grünflächen nieder und genießt Landschaft und Natur.

Angelegt wurde der Freizeitpark Rheinaue in den 1970er Jahren als Austragungsort der Bundesgartenschau 1979. Um den Park in seiner Einzigartigkeit zu erhalten, beschloss die Bezirksregierung Köln kürzlich, ihn als Baudenkmal schützen zu lassen.

S Spendenparlament

Das Bonner Spendenparlament zählt aktuell etwa 480 Mitglieder. Es wurde 2008 ins Leben gerufen und im Vereinsregister eingetragen. Bei der ersten Parlamentssitzung 2009 nahmen beachtliche 60 Parlamentarier teil. Der monatliche Spendenbeitrag für eine Mitgliedschaft ist 5 Euro, das heißt mindestens 60 Euro im Jahr. Die Spendenparlamentarier können in den Parlamentssitzungen über die Vergabe der Spendenmittel mitentscheiden. Die Ausschreibungen für neue soziale Projekte finden zweimal im Jahr statt. Für die Vergabe der Förderungen können sich gemeinnützige Vereine, Initiativen und Gruppen aus Bonn und benachbarten Kommunen bewerben, die gegen Armut, Isolation und Obdachlosigkeit kämpfen und sich für die Integration aller Bevölkerungsgruppen sowie für die Bildung junger Menschen in der Stadt Bonn einsetzen. Unternehmen, Vereine oder Stiftungen können das Spendenparlament als Kooperationspartner oder Förderer unterstützen. Pro Parlamentssitzung werden ca. 30. 000 Euro vergeben.

T Tatortstadt

Bonn ist eine beliebte Tatort-Stadt. Morde und spektakuläre Verfolgungsjagden finden im eher beschaulichen Bonn in Wirklichkeit nicht gerade häufig statt. Aber Bonn ist seit einigen Jahren Schauplatz vieler Fernsehkrimis und mehrerer Spielfilme. Das Haus, in dem Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Börne (Jan Josef Liefers) vom ARD-Tatort Münster wohnen, befindet sich z.B. in der Haydnstraße im Musikerviertel. Und Hauptkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) ermittelte für seinen Tatort Dortmund in „Tod und Spiele“ sowie „Tollwut“ gleich zweimal in Bonn.

Allein 2017 wurden an 75 Drehtagen 40 verschiedene Produktionen mit Bonner Bildern bedient. Auch bekannte Regisseure wie Sönke Wortmann haben Bonn als Schauplatz gewählt. Für seinen Kinospielfilm „Der Vorname“, der 2018 in die Kinos kommt, fanden Dreharbeiten in der Universität statt, vor dem Stadthaus, auf dem Museumsplatz, in der Bonner Südstadt und im Hotel Marriot im ehemaligen Regierungsviertel.

Der Botanische Garten diente im November 2017 für den ARD-Fernsehfilm „Hendrik“ als Kulisse. Die ZDF-Kommissare der „Soko Köln“ ermittelten im Kameha Grand Hotel am Rhein, und die Ermittlungen der Kommissarin Marie Brand (ZDF) führten ins Haus der Bildung und in das Hotel Kanzler an der Adenauerallee. Außerdem fiel die Klappe für die ZDF-Krimiserie „Professor T.“ im Bonner Ortsteil Tannenbusch. Und Bonn kann selbstverständlich auch Action. Die RTL-Autobahnpolizei von „Alarm für Cobra 11“ war mit Actionszenen und Verfolgungsjagden dreimal in Bonn unterwegs, unter anderem auf den Bonner Autobahnen und im Forschungszentrum CAESAR.

U UN-Campus

Die Stadt Bonn hat sich seit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin erfolgreich ein neues Profil als deutsche Stadt der Vereinten Nationen und Ort des internationalen Dialogs zu Zukunftsthemen gegeben. Ein sichtbares Symbol dieser Entwicklung ist der Bonner UN-Campus, der seit der Internationalen Klimakonferenz im November 2017 sogar eine eigene Bundesbahnhaltestelle besitzt. Der Campus befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Regierungsviertels, in direkter Nachbarschaft zur Deutschen Welle.

Rund 20 Organisationen der Vereinten Nationen mit rund 1.000 MitarbeiterInnen aus der ganzen Welt arbeiten in Bonn. UN Bonn unterstützt die Regierungen in ihren Bemühungen zugunsten einer nachhaltigen Zukunft in den Bereichen Klimawandel, biologische Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen, Artenschutz, globale Freiwilligeneinsätze, Katastrophenrisiken und bei der weltweiten Bekämpfung der Armut.

Im Jahr 2006 wurde der UN-Campus mit dem “Langen Eugen” als Hauptgebäude vom früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan und Angela Merkel offiziell eingeweiht.

V wie Ludwig van

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Beethoven-Denkmal von Markus Lüpertz

Ludwig van ist der Größte. Er wurde nicht nur 1770 in Bonn geboren und hat in Bonn herausragende Werke komponiert, er ist in der Stadt - nicht nur zur jährlichen Festspielzeit - überall präsent. Die unter Denkmalschutz stehende Konzerthalle am Rheinufer aus dem Jahr 1956 trägt seinen Namen und wird z.Zt. aufwändig saniert, um 2020 zum 250. Geburtsjubiläum als zentrale Spielstätte für das Beethovenfest zu fungieren. Beethoven ist Namenspatron für eine Straße in der Südstadt, für das weltbekannte Beethoven-Orchester, für ein Gymnasium an der Adenauerallee und selbstverständlich für das Beethoven-Geburtshaus und das Beethoven-Museum in der Bonngasse.

Mehr als ein Dutzend Skulpturen und Büsten aus unterschiedlichen Epochen sind im öffentlichen Raum zu sehen. Die neueste, 2,70 Meter hohe bemalte Bronze-Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Markus Lüpertz, die 2014 im Stadtgarten in unmittelbarer Nähe zum Alten Zoll feierlich enthüllt wurde, sorgte in der Bonner Kulturcommunity für einen Sturm der Entrüstung. Ein Beethoven ohne Hand und Fuß, beinamputiert, aber mit muskulösem nackten Hintern, Beethoven ein Muskelprotz? Das erhitzte die Gemüter dann doch sehr und füllte die Leserbriefseiten von General-Anzeiger und Express: “Kunst, Quatsch, oder gar eine Straftat?”, “Womit hat der große Künstler Beethoven diese Skulptur des Grauens verdient?”. Ein Leserbriefschreiber meinte sogar, es handle sich um eine Straftat nach §189 StGB, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.

Markus Lüpertz hingegen sieht in der verletzten Beethoven-Figur einen “gebrochenen Helden”, ein Genie, das über die Gebrechen siegt.

W Wäscherprinzessin und Weiberfastnacht

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Wäscherprinzessin Franzi I. und ihr Gefolge begutachten den
Karnevalswagen für Weiberfastnacht Foto: Barbara Frommann

Wer hätte das für möglich gehalten: Die Wiege der Weiberfastnacht stand nicht etwa in Köln, sondern im rechtsrheinischen Bonn-Beuel. Wenn jedes Jahr am Donnerstag vor Karneval das Beueler Rathaus von kampferprobten Karnevalistinnen gestürmt wird, geht es um mehr als nur jeck zu sein, es geht um die Macht der Frauen gegen das Patriarchat.

Bereits 1824 wurde das erste Beueler Damenkomitee von aufbegehrenden Frauen gegründet. Das ganze Jahr über leisteten sie Schwerstarbeit im Wäschereigewerbe, ein Gewerk, das sich vor allem in Beuel angesiedelt hatte. Auch ein Großteil der Wäsche aus den umliegenden Städten – sogar auch aus Köln – wurde in Beuel gewaschen und gebleicht. Das Ausliefern der Wäsche war Männersache.

So wurde die Kölner Wäsche per Schiff nach Köln gebracht, und stand ein Transport nach Köln am Donnerstag vor Karneval an, nutzten die Männer natürlich die Gelegenheit, um ausgiebig Karneval zu feiern. Diese Ungerechtigkeit wollten die Wäscherinnen nicht länger duldend hinnehmen, die traditionelle Männerherrschaft im Karneval war ihnen schon lange ein Dorn im Auge. Sie sollte endlich durchbrochen werden.

Der Gründung des ersten Beueler Damenkomitees stand angesichts der Entschlossenheit der Frauen nun nichts mehr im Wege, und so entstand 1824 die erste feministische Keimzelle im rheinischen Karneval. Im Damenkomitee herrschten klare Regeln: die Frauen hatten die Pflicht, über die groben Verstöße ihrer Männer gegen den Hausfrieden und die eheliche Treue oder über deren Alkoholexzesse zu berichten, selbstverständlich unter Ausschluss der Männer. Von Jahr zu Jahr schlossen sich immer mehr verheiratete Frauen (die Möhnen) den organisierten Wäscherinnen an. In den folgenden Jahren wurde der Donnerstag vor Karneval dann mit einem Umzug begonnen und anschließend eine Wiever(Weiber)sitzung veranstaltet, zu der Männer keinen Zutritt hatten.

Der Brauch der Beueler Wäscherinnen überstand die unterschiedlichen politischen Epochen, und noch heute ist der Rathaussturm eine sehr lebendige Tradition. Seit 1958 benennen die karnevalistischen Beueler Weiber eine Repräsentantin aus ihren eigenen Reihen, die sogenannte Wäscherprinzessin, eine einzigartige Figur im deutschen Karneval. Sie zieht als Anführerin, unterstützt von Tausenden kampferprobter Frauen, am Donnerstag vor Karneval zum Sturm auf das Beueler Rathaus, das vom Bonner Oberbürgermeister und weiteren politischen Vertretern, Jahr für Jahr ohne Erfolg verteidigt wird. Ab Mittag haben die Frauen in Beuel dann uneingeschränkt die ihnen zustehende Macht.

X XXL

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Eine kleine lokale Designfirma in der Bonner Altstadt
kürt mit diesem Aufkleber Bonn ungeniert zur Weltmetropole

Weltmetropole Bonn.

Y Y 751 957

Mit dem Buchstaben Y beginnen die KfZ-Kennzeichen der Bundeswehr. Das Bundesverteidigungsministerium hat seinen ersten Dienstsitz noch immer auf der Bonner Hardthöhe.

Wie fand das Y zur Bundeswehr? Ganz einfach: bei der Gründung der Bundeswehr 1955 war außer dem X und dem Y kein anderer Buchstabe mehr frei, alle waren bereits vergeben. Und da keine größere Stadt in der Bundesrepublik damals mit Y begann, wurde dieser Buchstabe von Brigadegeneral Kurt Vogel aus den beiden verbliebenen Buchstaben X und Y ausgewählt. Heute sind rund 100.000 Lastkraftwagen, Panzer, Jeeps und andere Fahrzeuge mit dem Buchstaben Y (plus schwarz-rot-goldener Flagge)
zugelassen.

Z Zoll, Alter

Direkt am Hofgarten befindet sich auf einer erhöhten Eckbastion der ehemaligen Stadtbefestigung mit guter Aussicht auf den Rhein und das Siebengebirge einer der wohl beliebtesten Biergärten der Bonner Innenstadt: Der „Alte Zoll“. Historisch bedeutsam, denn hier stand einst das kurfürstliche Zollhaus zur Erhebung des Rheinzolls. Zwei aus der Zeit der napoleonischen Kriege stammende Kanonen erinnern an die ehemals militärische Bestimmung des heutigen Aussichtsplatzes.

Den Alten Zoll betritt man über einen Garten mit jungen Linden. Dazu zieren zwei Denkmäler den Alten Zoll: am Aufgang das Denkmal für Heinrich Heine (Rückriem, 1982) und auf dem Plateau das Standbild für Ernst Moritz Arndt (Afinger, 1865). Bei gutem Wetter kann man hier beschaulich einkehren und bei Feierabendbier und erfrischend leichter Küche die Aussicht auf das Treiben am Bonner Rheinufer genießen.